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Chris Sharma´s “New Dimensions” Tour in München

| 24. März 2012 | Ein Kommentar

Chris Sharma´s "New Dimensions" Tour

Gestern war Chris Sharma in der Boulderwelt in München und hat seinen Vortrag New Dimensionszum Besten gegeben. Ich war mit dabei und schildere euch meine Eindrücke.

Biographie

Chris Sharma wurde 1981 in Santa Cruz in Kalifornien geboren. Mit 12 Jahren hat er angefangen zu klettern. Von da an war seine Lernkurve sehr steil. Mit 15 Jahren konnte er die damals schwerste Route Nordamerikas, Necessary Evil (8c), klettern. Ihn hat es immer angetrieben sich selbst zu fordern und immer schwerere Routen zu klettern, auch heute noch.

Highlights (kleine Auswahl)

  • 1997 Necessary Evil (8c+)
  • 2001 Realization (9a+)
  • 2005 Witness the Fitness (V15)
  • 2006 Es Pontas (die schwierigste DWS Route der Welt)
  • 2008 Jumbo Love (9b)
  • 2008 Golpe de Estado (9b)
  • 2009 Neanderthal (9b)
  • 2011 First Round First Minute (9b)
  • 2011 Fight or Flight (9b)

Heute gilt Chris Sharma als einer der besten Sportkletterer der Welt. So hat er in den letzten Jahren die Schwierigkeitsskala immer weiter nach oben erweitert.

Neue Projekte

Chris hat auf seiner Todo-Liste einige weitere schwere Routen stehen. Ähnlich wie Adam Ondra möchte auch Chris versuchen die höchsten Schwierigkeitsgrade auch in die Mehrseillängen zu bringen. Er hat vor seiner Haustür eine Mehrseillänge mit ca. 7 Seillängen eingebohrt. Mindestens eine der Längen ist dabei im 9. französischen Grad.

Ein weiteres Highlight dürfte das Projekt werden, dass er gemeinsam mit Adam Ondra versucht. Einen echten Namen gibt es für die Route noch nicht. Sie sprechen momentan von “the hard hard one”. Sie wurden oft gefragt an was sie arbeiten. Die Antwort war dann öfters “an der harten”. Da es in Oliana von wirklich harten Routen wimmelt, haben sie auf die Nachfrage welche sie meinen mit “der harten harten” geantwortet. Chris und Adam vermuten, dass diese Route auf eine 9b+ herauslaufen wird.

Neben diesen beiden Projekten hat Chris in Spanien noch jede Menge weitere in Reserve.

Die Fauen

Chris Sharma begeistert es, dass die Frauen mittlerweile auch in die höchsten Grade vorpreschen. Neben seiner Freundin Daila Ojeda sind auch weitere Frauen wie z.B. Sasha DiGiulian auf dem Weg die Vorherrschaft der Männer in den höchsten Schwierigkeitsgraden in Frage zu stellen. Da wird noch einiges passieren. Mich selbst begeistert bei den Frauen, dass es bei ihnen meistens einfacher aussieht, als wenn ein Mann die gleiche Route klettert. Sie müssen durch bessere Technik die etwas schlechtere Reichweite, oder Kraft ausgleichen.

Chris Sharma - Autogrammstunde

Fragerunde

Nachdem der Vortrag zu Ende war haben die Zuschauer die Möglichkeit bekommen ihre Fragen an Chris loszuwerden.

Ich habe ihn gefragt, ob und wenn, wo er bei uns in der Nähe zum Klettern gehen wird. Da sein Zeitplan aber sehr enge gestrickt ist schafft er es wahrscheinlich nicht bayerischen Felskontakt zu bekommen. Zumindest nicht jetzt.

Eine sehr interessante Frage war die, wie er Versletzungen verhindert. Seine erste Antwort hat erst einmal für einen Lacher gesorgt. Frei übersetzt war seine Antwort: “Verletzungen sind doof, deshalb verletze ich mich nicht”. Aber er hat das dann noch weiter ausgeführt. Er versucht auf seinen Körper zu hören. Auch wenn sein Kopf ihm sagt “versuche es noch einmal”, dann lässt er es lieber, wenn der Körper anderer Meinung ist. So kam er jetzt schon 10 Jahre ohne schwerere Verletzung aus.

Auf die Frage ob er noch Adrenalinkicks bekommt, wenn er stürzt konnte er auch nur mit “ja” antworten. Gerade weil er viele Erstbegehungen versucht, die er auch selbst eingebohrt hat, weiss man oft nicht wie gut die Haken tatsächlich sind. Erst mit der Zeit merkt man, ob der Fels in dem der Haken sitzt wirklich so gut ist, wie er beim Einbohren gedacht hat. Seine Erstbegehungen sind nicht ungefährlich und so hat er Respekt und tlw. auch Angst vor Stürzen.

Video zum Abschluss

Zum Abschluss bekommt ihr noch ein Video von Chris zu sehen. Hier ist er in seinem Langzeitprojekt First round First Minute (9b).

Fazit

Es lohnt sich wirklich den sympathischen Kalifornier Chris Sharma einmal live zu sehen. Er kann nicht nur gut klettern, sondern bringt auch seine Erlebnisse auf eine nette, begeisternde und motivierende Art rüber. Schaut euch seine Show an.

 

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Kategorie: Klettern, Kletterwelt, News, Videos

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