Die ersten Schritte auf der Slackline
Wenn man zum ersten mal auf die Slackline gehen will gibt es viele offene Fragen. Ich versuche in diesem Artikel die Wichtigsten zu klären.
Die richtige Länge ist bei den ersten Versuchen eine der wichtigsten Fragen. Soll man die Slackline sehr kurz, oder gleich richtig lang spannen? Umso länger die Line ist, umso unruhiger wird sie in der Mitte. Deshalb sollte man als Anfänger nicht gleich übertreiben. Man möchte am Ende des Tages ja am liebsten den Erfolg verbuchen zumindest ein Mal auf die andere Seite gekommen zu sein. Eine gute Länge zum Starten ist zwischen 7 und 10 Metern.
Die richtigen Bäume und der Baumschutz. Man sollte nicht zu junge Bäume zum Spannen der Slackline nehmen. Einen Durchmesser von mindestens 30 cm sollte gegeben sein. Da die Slackline der Baumrinde dauerhaft beschädigen kann, sollte immer ein Baumschutz verwendet werden. Als Schutz kommt alles Mögliche in Frage. Sei es ein Stück Teppich, oder der “professionelle” Baumschutz vom Slacklinehändler. Zur Not, falls man keinen Baumschutz dabei hat, ist eine dicke Zeitung immer noch besser als kein Schutz.
In welcher Höhe sollte die Leine gespannt werden? Damit die Slackline nicht bis zum Boden durchhängt, wenn man drauf läuft, sollte sie hoch genug gespannt werden. Um unangenehmen Kontakt mit dem Schritt zu vermeiden, sollte sie aber auch nicht zu hoch sein. Eine Höhe zwischen Knie- und Schritthöhe ist für den Anfänger optimal.
Jetzt wo die Slackline gespannt ist, kommt das erste Aufstehen. Bei den ersten versuchen ist das Knie sehr instabil und wackelt hin und her. Mit der Zeit lässt sich das kontrollieren. Sobald man richtig Belastung auf das Bein gebracht hat, wird das Zittern weniger. Am Besten stellt man sich parallel zur Slackline. Beim Aufstehen sollte man darauf achten, dass man kerzengerade nach oben aufsteht. Sobald der zweite Fuss auf der Leine ist, sollte das wackeln aufhören.
Um weitere Stabilität zu erreichen sollte man einen Punkt, der sich nicht bewegt fixieren. Am Einfachsten man schaut auf den Baum am Ende der Slackline. Ein Runterschauen auf die Line, wie man es anfangs gerne macht, hat eher Nachteile und bringt mehr Unruhe auf die Line. Durch das konzentrieren auf den Fixpunkt bekommt man den Körper ruhiger und man steht folglich sicherer.
Straff vs. Schlaff. Bei der Frage wie straff bzw. schlaff die Slackline gespannt werden soll scheiden sich die Geister. Manche können es gar nicht straff genug haben, manche mögen es eher schlaff. Bei mir kommt es ganz darauf an, ob ich springen, oder laufen will. Zum Springen muss die Line straff gespannt sein, damit man den Federeffekt ausnutzen kann. Man springt dann wie auf einem Trampolin ab. Zum Laufen mag ich es aber lieber ein bisschen lockerer. Die Slackline zittert dann langsamer, dafür holt sie aber weiter aus. Straff gespannt bedeutet kleinere schnellere Zitter-Bewegungen. Schlaff gespannt bedeutet langsamere, weitere Schwingungen.
Ratsche oder Flaschenzug? Als Spannsystem kommen diese beiden Möglichkeiten in Frage. Manche schwören auf das Flaschenzugsystem. Andere wiederrum auf die Ratsche. Diese Frage ist eine Glaubenseinstellung. Ich persönlich mag die Ratschen gerne. Der Aufbau geht schnell von der Hand und auch alleine hat man keine Probleme. Gerade wenn man auch springen möchte bekommt man eine hohe Spannung leichter mit einer Ratsche hin.
Wo bekomme ich eine Slackline? Slacklines bekommt man mittlerweile in jedem Outdoor Laden, oder in vielen Onlineshops. Ich habe meine letzte Slackline bei den Bergfreunden gekauft. In den nächsten Tagen kommt dazu auch noch ein Testbericht. Momentan haben sie die Lost Arrow Slacklines 30 – 40% günstiger.
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Kategorie: Erste Schritte, Kletterwelt, Slackline











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