Edelrid Logan – Mein neuer Klettergurt light
Gestern habe ich meinen neuen Klettergurt, den Logan von Edelrid, zum ersten Mal in die Kletterhalle ausgeführt. Mein erster Eindruck ist größtenteils positiv. Ein klein bisschen Kritik gibt es aber dennoch loszuwerden.
Beachtet diese beiden Artikel über den Logan:
Der neue Klettergurt light aus dem Hause Edelrid kommt in einem knalligen Orange daher. Der Logan hat seinen Job in der Halle gut bis sehr gut erfüllt. Ich liste euch mal die Pro und Kontras des Gurtes auf.
Edelrid Logan Vorteile:
Der Gurt ist gegenüber meinem Mammut Gurt wirklich ein Leichtgewicht. Schon beim Auspacken dachte ich “da ist aber nicht viel dran”. Die laminierten Schichten der Beinschlaufen und des Hüftgurtes sind gefühlte 1mm dick.
Während der Mammut sich auch nicht wirklich “falten” lies, scheint mir das mit dem Neuen kein Problem zu sein. Das Packmass ist deutlich kleiner.
Die Verarbeitung des grazilen Klettergurts ist auf jeden Fall gut. Die Nähte sind sauber und alles scheint recht stabil. Die grüne Einbindeschlaufe ist so dünn wie die aktuellen Dynema Bandschlingen. Mein Partner Patrick meinte, er hätte nicht so das Vertrauen in so dünne Schlaufen. Ich baue den Stand eigentlich immer mit den dünnen Bandschlingen und die Einbindeschlaufe ist dreifach, sodass ich keine Bedenken habe.
Der Gurt verfügt über 4 Materialschlaufen, die dank der Sliderail Schiene individuell verschiebbar und sogar abnehmbar sind, wodurch sich zusätzliches Gewicht einsparen liese. Ich denke aber für mich ist das nicht wirklich notwendig. Wenn man noch mehr Gewicht sparen möchte, kann man gleich zu einem echten Leichtgewicht, wie dem Edelrid Loopo light mit 150g, oder dem absoluten Light-Gurt von Camp, greifen. Von denen habe ich bei Maxi gelesen.
Dadurch, dass die Materialschlaufen verschiebbar sind, lässt sich der Gurt individuell konfigurieren. Ich liebe es, wenn die Schlaufen symmetrisch aufgebaut sind, was bei diesem Gurt überhaupt kein Problem ist. Die Schlaufen lassen sich auf der Schiene dahin schieben, wo man sie haben möchte.
Zum Gurt habe ich mir auch das passende Edelrid Cosmic Chalkbag bestellt, in der Hoffnung, dass es auf die Schiene eingeklippt werden kann. Leider fehlen an dem Chalkbag aber die passenden Clips. Warum? Naja, da ein “Gurt” dran ist lässt es sich auch gut ausrichten. Auf jeden Fall ist die Öffnung ziemlich groß und mit einem steifen Ring versehen, sodass die zu chalkende Hand bequem reinpasst.
Der Hänge-Komfort ist trotz des Leicht-Gurtes ziemlich bequem. Auch eine etwas höheren Sturz habe ich bequem und ohne derbes Einschneiden der Beinschlaufen überstanden. Auch beim Sichern inklusive Sturz gab es keine bösen Überraschungen.
Im Vergleich zu ähnlichen Modellen von Black Diamond, die soweit ich es beurteilen kann, die gleiche Technologie verkaufen ist der Gurt wesentlich günstiger.
Edelrid Logan Nachteile:
Was mir nicht soo gut gefallen hat ist, dass die obere Einbindeschlaufe ziemlich klein gehalten wurde. Man kann sich zwar mit dem doppelten Bulin auch darin einbinden, aber es ist eine ziemliche Friemelei das Seil zweimal durch die kleine Schlaufe zu ziehen. Ein paar Millimeter grösser und es wäre kein Problem. Jetzt muss ich mich halt ein klein Bisschen umgewöhnen und die große grüne Einbindeschlaufe hernehmen. Das ist aber auch kein Beinbruch.
Bisher hatte ich immer Gurte ohne verstellbare Beinschlaufen. Diesmal wollte ich sie haben, damit mir der Gurt auch mit ein bisschen mehr Kleidung noch gut passt. Die Beinschlaufen mussten heute mehrmals wieder in die erwünschte Position nachjustiert werden. Ich vermute, das hängt damit zusammen, dass der Gurt noch neu ist und sich die “Standardweite” noch nicht in das Band “eingebrannt” hat. Mit der Zeit denke ich wird das besser. Aber wie gesagt, soll der Gurt auch im Winter eine gute Figur machen, wenn man ein bisschen mehr als eine Short und ein T-Shirt trägt.
Fazit zum Edelrid Logan:
Alles in Allem ist der Gurt sein Geld auf jeden Fall wert und ich kann ihn durchaus weiterempfehlen. Es gibt auch den Selben in grün ohne verstellbare Beinschlaufen. Dann hört er auf den Namen Edelrid Neo. Das lila Damenmodell Edelrid Lilou ist speziell auf die Anatomie der Frau zugeschnitten.
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Kategorie: Ausrüstung, Klettern, News, Testberichte
Kommentare (4)
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- Edelrid Logan – Problem mit Materialschlaufen : KletterFieber | 2. September 2010















Sehr schick! scheint mir ja von der Technik ähnlich wie der Black Diamond Ozon oder der Arcteryx R320 zu sein. Das Laminat Zeug scheint sich allen Anschein nach doch durch zu setzen. Bleibt echt mal abzuwarten was noch kommt.
Die Sache mit den dehnbaren Beinschlaufen stand ich Anfangs auch skeptisch gegenüber, heute denke ich aber das sie beim reinen Sportklettern durchaus die beste Lösung sind. Alles andere wobei man eben variable Kleidung trägt wird sicherlich weiterin der verstellbare Gurt siegen. Bei zu engen Beinschlaufen schneide ich eigentlich immer das Gummiband (was meist vohanden ist) durch so hast du die komplette Größe der Schlaufe. Macht bei grenzwertigen Größen Sinn. Weiter so
Hi Marcus.
Ich denke auch, dass diese Laminat Technik verstärkt kommen wird. Ich hatte zunächst auch überlegt mir den Black Diamond zu holen, aber die verstellbaren Beinschlaufen und der Preis konnten bei Edelrid überzeugen.
Der Gurt hat verstellbare Beinschlaufen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob du’s richtig verstanden hast. Hab ich mich missverständlich ausgedrückt?
Ein Petzl stand auch noch zur Auswahl. Da haben mir die Materialschlaufen aber nicht so gut gefallen.
Grüße Chris
@Chris
Hui da hab ich zu schnell gelesen sorry.