Knotenkunde – Doppelter Bulin
Heute zeige ich euch, wie man einen doppelten Bulin knotet. Dieser Knoten dient dem Anseilen im Gurt, wie auch der Achterknoten den ich bereits vorgestellt habe.
“Die Schlange kommt aus dem Loch, geht um den Baum und verschwindet wieder”. So kann man das legen des Knotens verbildlichen.
Der doppelte Bulin ist mein bevorzugter Anseilknoten. Der grösste Vorteil des Knotens zeigt sich nach einem Sturz. Ihr kennt das sicher, man ist mit dem Achterknoten eingebunden und hatte einen heftigen Sturz. Dabei zieht sich der Knoten so zu, dass man bis man diesen wieder aus dem Seil bekommen hat Geduld und Kraft aufbringen muss. Beim doppelten Bulin passiert das nicht. Er ist jederzeit wieder leicht zu öffnen.
Vorteil:
- Löst sich nach einem Sturz leicht
Nachteil:
- Die Kontrolle ist aufgrund des komplexeren Knotenbilds ein bisschen schwieriger.
Es gibt auch den 1,5-fachen Bulinknoten. Dieser findet aber meiner Erfahrung nach weniger Verwendung.
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Kategorie: Klettern, Knotenkunde, Tipps & Tricks
Kommentare (5)
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Was ich am Doppelten Bulin (oder Palstek
) auch noch gut finde: selbst wenn sich mal das Seilende aus dem Knoten verabschiedet tut das der Festigkeit keinen Abbruch!
Beim Wettkampfklettern ist aber meines Wissens ausschließlich der Achter erlaubt (wegen Knotenbild, wobei ich das bei einem sauber geknüpften Bulin auch übersichtlich finde, ist halt Übungssache)
Hi Bernhard.
Ich denke auch, dass den Knoten prüfen reine Üiungssache ist. Da der Anfänger meist den Achter gezeigt bekommt und der wirklich leicht zu prüfen ist, ist er denke ich sehr beliebt.
Warum beim Wettkampf ausschließlich der Achter erlaubt ist würde mich auch mal interessieren. Ich Frage mal beim DAV nach. Antwort gibt’s dann hier.
Grüße
Chris
Antwort vom DAV auf meine Anfrage:
Chris: Aus welchem Grund ist denn bei Wettkämpfen nur der Achterknoten erlaubt und z.B. nicht der doppelte Bulin? Was spricht dagegen? Gibt es sicherheitstechnisch irgendwelche Bedenken?
DAV: Es gibt keine Sicherheitsbedenken gegenüber dem doppelten Bulin, aber der Internationale Kletterverband hat sich auf den Achterknoten festgelegt.
Am ehesten, weil am leichtesten zu kontrollieren. Auch vom Sicherungspersonal, die das immer noch zusätzlich machen.