Konstein, die Zweite – Grenzerfahrung
Am Wochenende waren wir noch einmal am Konstein zum Klettern. Schon das Wochenende davor waren wir zum ersten Mal am Konstein klettern. Dieses Wochenende haben wir die zweite Runde eingeläutet.
Am Samstag hatten wir perfektes Kletterwetter. Die Sonne hat den ganzen Tag geschienen, es war aber nicht zu warm. Auch dieses mal waren wir wieder an den Merltürmen und an der Weißen Wand und sind die Touren geklettert, die beim letzten Mal noch nicht dran waren.
Nach zwei bis drei Routen zum Warmmachen und einer 7- im Toprope (Vorstieg war mir zu heikel, weil die Schlüsselstelle im unteren Wandteil und nicht so gut gesichert war) habe ich mich an der rechten Weisswand versucht.
Die rechte Weisswand
Die Tour ist mit einer 6 bewertet, verlangt aber psychisch einiges ab. Die Route ist eher klassisch abgesichert. Das musste ich dann am eigenen Leib verspüren. Schon der erste Haken war sehr weit oben. Nachdem ich die vierte Zwischensicherung eingehängt hatte und ca. 2 Meter drübergeklettert war, wollte der Kopf nicht mehr. Es ging nicht mehr weiter und auch nicht mehr zurück. Der Kopf hatte mich völlig gelähmt.
Eine Route nebenan ist ein anderer Kletterer gerade auf dem Weg runter gewesen und hat mich beruhigt. So kam ich den zusätzlichen Meter dann doch noch weiter und konnte die Schlinge für die letzte Sicherung um den Felskopf legen. Danach waren es nach einem etwas schwererem Zug nur noch anspruchsvolles spazierengehen. Oben angekommen habe ich erstmal einen Schrei losgelassen. Trotz dieses psychischen Schwächeanfalls war es danach ein geiles Gefühl.
Nachdem ich Patrick von oben gesichert habe und wir beide in der Sonne am Gipfelkreuz saßen haben sich die Nerven dann wieder beruhigt.
So eine Erfahrung hatte ich bisher noch nicht. Ich dachte eigentlich den Kopf recht gut unter Kontrolle zu haben. Aber ein bisschen muss ich wohl noch dran arbeiten.











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