Ross- und Buchstein am Tegernsee

| 23. Mai 2010 | 6 Kommentare

Am Pfingstmontag haben wir uns früh morgens zum Ross- und Buchstein am Tegernsee aufgemacht. Auf dem Programm standen eine Mehrseillänge und Sportkletterrouten.

Anfahrt

Zunächst sind wir bis Tegernsee gefahren. Dort dann weiter Richtung Kreuth und dort weiter zum Achsenpaß. Geparkt haben wir kurz hinter dem Gasthaus Bayerwald direkt neben der Strasse.

Zustieg

Vom Parkplatz geht es durch steiles Gelände den kurvigen Waldweg an der Sonnenbergalm-Niederleger vorbei, zum Hochleger auf den Kamm gegenüber der Südwände. Dem Weg folgt man in nordwestlicher Richtung bis zum Kreuz auf einem Felsblock (Boulderfels). Etwas oberhalb gehen rechts Wege zur Nadel sowie an den Rossstein und Buchstein-Südwand.
Gehzeit ca. 1,5 Stunden bis zu den ersten Wänden. Im Führer ist die Rede von 1 bis 1,25 Stunden. Da muss man aber schon sehr fit und motiviert sein.

Absicherung

Die Absicherung hätte ich nach den Angaben auf dem Führer nicht so gut erwartet. An den Schlüsselstellen gab es immer einen Bohrhaken und auch sonst liessen sich leicht Schlingen, oder Keile legen.

Empfehlung

Sehr lohnend ist das “Südwand Schmankerl”. Eine Super Mehrseillängentour über 4-5 Seillängen. In der Tour war zwar ziemlich viel Verkehr, aber nach kurzer Wartezeit am ersten Stand ging es dann doch relativ gut weiter. Sehr lohnende Kletterei im 5. und 6. Grad über 150 Meter. Die fünfte Seillänge kann man sich als separate Länge aber sparen und direkt weiter zum Ring kurz unterhalb des Ausstiegs gehen.

Vom eingebohrten Ring ca. 2 Meter unterhalb des Ausstiegs sollte man seine Schuhe dann aber nicht nach oben werfen. Ich dachte ich schmeisse die Schuhe da mal “auf das Plateau”. Überraschung! Das Plateau war nur ein Grat. Einer der Schuhe lag daraufhin ca. 50 Meter tiefer im Tal. Damit aber nicht genug. Wir kamen auf die Gute Idee, über den Ring von dem aus ich die Schuhe geworfen habe, auf der Seite der Route, das Seil über den Grat zu legen und daran abzuseilen. Merke: Bei so einer künstlich erzeugten Reibung hat man überhaupt keine Chance das Seil danach abzuziehen. Also wieder rauf über einen sehr leichten Klettersteig und das Seil holen. Danach sind wir erst einmalauf  ein Radler in der Tegernseer Hütte, die zwischen den Gipfeln des Buch- und Rosssteins liegt. Von den Gipfeln und der Hütte hatten wir eine super Aussicht in die Alpen.

Aussicht vom Gipfelkreuz (Klicken zum Vergrössern)

Abschluss

Zum Abschluss sind wir dann noch auf die Nadel geklettert um uns den Sonnenuntergang anzuschauen. Leider war die Sonne dann aber hinter dem Berg untergegangen und es pfiff ein starker Wind. Es war trotzdem ein schönes Erlebnis. Anschliessend haben wir unserer sieben Sachen gepackt und uns mit Stirnlampen bewaffnet auf den Weg nach unten augemacht.

Fazit

Schee war´s. Ein Ausflug lohnt sich schon allein für die Tolle Aussicht in die Alpen. Heute habe ich Muskelkater vom Zu- und Abstieg.

Es folgen noch einige weitere Bilder, sobald ich sie habe.

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Kategorie: Gebiete, Klettern

Kommentare (6)

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  1. mouuu sagt:

    Hey!
    Deinem Fazit kann ich nur zustimmten. Ein so toller Tag schreit nach Wiederholung!
    Bin zufällig auf deinen Artikel gestoßen, als ich googlen wollte, wie schwer eigentlich die einzelnen Abschnitte unserer Nachbarroute, dem Sahnestück, war……

  2. Stefan sagt:

    hi.
    klingt klasse.
    welchen Kletterführer hattet ihr denn dabei? Den “Bayerische Voralpen” vom lochner?

    lg, stefan

  3. Marco sagt:

    Hallo Chris,

    bin durch Zufall hierher gekommen. Das Südwandschmankerl ist tatsächlich schön. Noch besser finde ich aber das Sahnestückchen.

    Wir haben letztes WE oben biwakiert und haben uns den Sonnenaufgang angesehen. Bilder dazu auf meiner Webseite.
    http://www.just-mountains.de/tourenblog/klettern-saisonstart-mit-biwak/

    Viele Grüße,
    Marco

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