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Vergleichstest Dynema vs. Nylon – Sturzfaktor 1 & 2

| 5. Januar 2012 | 3 Kommentare

DMM hat in diesem Video wissenschatlich untersucht, wie sich Dynema- und Nylonschlingen verhalten, wenn ein 80 kg schweres Gewicht statisch mit Sturzfaktor 1 und 2 gebremst wird. Was erwartet ihr? Hält das Material? Und was passiert, wenn man einen Knoten in die Schlinge macht?

Tests

  • 120 cm lange Schlingen mit Sturzfaktor 1
  • 120 cm lange Schlingen mit Sturzfaktor 1 und einem Knoten in der Mitte
  • 120 cm lange Schlingen mit Sturzfaktor 2
  • 120 cm lange Schlingen mit Sturzfaktor 2 und einem Knoten in der Mitte

Was bedeutet Sturzfaktor 1 bzw. 2?

  • Um einen Sturzfaktor 1 zu erreichen, muss der Fallweg genauso lang sein, wie die Schlinge in der Gesamtlänge hat. d.h. der Startpunkt für den Test ist auf gleicher Höhe wie der Ankerpunkt. Somit ist der Fallweg gleich der Länge der Schlinge.
  • Um einen Sturzfaktor 2 zu erreichen muss der Startpunkt eine volle Länge oberhalb des Ankerpunktes sein. Dadurch wird der Fallweg doppelt so lang wie die Schlinge selbst ist.

Das Video

Das Video ist ziemlich trocken, aber es ist durchaus interessant und man sollte es sich mal anschauen.

Hier gibt es den Originalartikel inkl. Tabellen der auftretenden Fangstösse und Schlingenrisse (danke Marc).

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Kategorie: Ausrüstung, News, Testberichte, Videos

Kommentare (3)

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  1. Marc sagt:

    Den zugehörigen Artikel von DMM nebst Tabelle der auftretenden Fangstöße und Schlingenbrüche gibt es hier: http://dmmclimbing.com/knowledge/how-to-break-nylon-dyneema-slings/

    Generell scheint Nylon geringere Fangstöße als Dyneema zu bewirken, weil es im Gegensatz zu diesem geringfügig elastisch ist. Allerdings sind selbst mit Nylon bei Sturzfaktor 1 die Fangstöße dermaßen hoch (über 10 kN und damit laut Artikel dazu angetan, innere Verletzungen hervorzurufen; auch die Bruchlasten vieler mobiler Sicherungsmittel bewegen sich in diesem Bereich), dass man solche Situationen wohl besser systematisch vermeidet. (Auch wenn sich ein menschlicher Körper sicher noch einmal dynamischer verhält als ein 80-kg-Eisenklotz und somit die Kräfte noch einmal sinken dürften.)

    Für mich heißt das, dass ich mit eingehängter Selbstsicherungsbandschlinge am Standplatz nicht groß herumturne, sondern immer versuche, die Schlinge von unten möglichst straff zu halten. Eine Selbstsicherung mit Kletterseil und Mastwurf wäre in vielen Fällen vielleicht die geschicktere Alternative.

  2. Hallo Marc,

    Da bin ich ganz deiner Meinung. Mein bevorzugtes Mittel zur Selbstsicherung ist auch das Seil.
    Dass die Fangstösse so hoch sind hätte ich bei einer so geringen Fallhöhe auch nicht erwartet.

    Grüsse, Chris

  3. Patrick sagt:

    Finde das erschreckend, dass es sogar bei einem 60cm band reißt – wenn der haken auf hüfthöhe ist,man sozusagen nicht drinhängt und dann zb der tritt abbricht, auf dem man steht -> adios (zwar mit knoten aber da fehlt auch net viel). heftig.
    würde mal wissen wollen wie groß die kraft auf ein kletterseil ist. ein seil bei der länge kann ja auch nicht unendlich viel kraft aufnehmen.
    gutes video!

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